„Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann.“ (Richard von Weizsäcker, 1987)
Gerade im Arbeitsleben zeigt sich, wie entscheidend es ist, Barrieren abzubauen und echte berufliche Teilhabe zu ermöglichen. Von Inklusion profitieren Menschen mit Behinderung ebenso wie eine offene und zukunftsfähige Gesellschaft.
Heute wichtiger denn je!
Eine Behinderung kann vielfältige Ursachen haben.
Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes werden 96% der Behinderungen durch Krankheiten oder Unfälle im Lebensverlauf erworben. Die Zahl der angeborenen Beeinträchtigungen liegt bei 4%.
Nach den Angaben des Inklusionsbarometer 2021 sind die Arbeitslosenzahlen durch Lock-Down und pandemiebedingte Einschränkungen auf einen Höchstwert seit dem ersten Weltkrieg gestiegen. Das Frühjahr 2021 stand dennoch im Zeichen der konjunkturellen Erholung und für 2022 wurde ein steigendes BIP prognostiziert. Dennoch erholt sich der Arbeitsmarkt nur langsam. Besonders die Arbeitslosenquote für Menschen mit Behinderung erholt sich deutlich langsamer als die des restlichen Arbeitsmarkts. Paradoxerweise klagen viele Unternehmen trotz der gestiegenen Arbeitslosenzahlen über einen zunehmenden Fachkräftemangel.
Genau hier setzt Inklusion-geht-gemeinsam.de an. Das inklusive Jobportal verbindet die Arbeitssuchenden mit Behinderung und die vom Fachkräftemangel gezeichneten Unternehmen miteinander. Das Ziel ist es, einen barrierefreien Arbeitsmarkt mit Chancengleichheit zu schaffen.
Inklusion für Arbeitgebende
Durch inklusive Unternehmen werden Berührungsängste und Barrieren abgebaut. Es entstehen Strukturen, die es Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen ermöglichen, sich problemlos im Berufsalltag zu integrieren.
6 Gründe einen Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zu beschäftigen
1. Wirken Sie dem Fachkräftemangel entgegen
Der Fachkräftemangel in Deutschland nimmt mit dem demografischen Wandel weiter zu und eine offene Stelle zu besetzen wird für Personaler*innen zur Herausforderung. Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung werden dabei häufig außer Acht gelassen. Im Vergleich haben Sie jedoch häufiger eine abgeschlossene Berufsausbildung als Menschen ohne Behinderung.
2. Nutzen Sie finanzielle Vorteile
Wirtschaftlichkeit und Finanzierung sind ein zentraler Aspekt für den Erfolg eines Unternehmens. Bei der Beschäftigung eines Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankung stehen dem Arbeitgebenden die unterschiedlichsten finanziellen Förderungen zur Verfügung von der Ausstattung des Arbeitsplatzes bis hin zu Zuschüssen zum Gehalt. Nicht zuletzt ist durch die Anstellung einer gewinnbringenden Fachkraft keine Ausgleichsabgabe nötig.
3. Gutes Image für ein erfolgreiches Unternehmen
Diversität, Vielfalt und berufliche Teilhabe für alle gesellschaftlichen Gruppen wird in unserer Arbeitswelt immer wichtiger. Gehen Sie einen Schritt voraus und zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen nicht nur auf dem Papier den aktuellen Genderrichtlinien folgt, sondern auch tatsächlich für eine diverse Gesellschaft steht.
4. Neue Sichtweise bringen innovative Ideen
Studien belegen, dass diverse Teams mit unterschiedlichsten Mitgliedern kreativer und besser arbeiten als homogene Arbeitsgruppen. Menschen mit Behinderung bringen zumeist innovative und neue Denkweisen mit, da sie sich den alltäglichen Herausforderungen anpassen müssen. Von Hürden lassen sie sich nicht so schnell zurückwerfen. Außerdem sind sie von Haus gewöhnt mit anderen zusammenzuarbeiten und zu kooperieren. Sie bekommen also einen Profi in Sachen Teamwork und Fairplay.
5. Barrierefreiheit ist für alle gut
Ein barrierefreier Arbeitsplatz ist nicht nur für Menschen mit Behinderung von Vorteil. Besonders für Ihre Kund*innen und Dienstleister kann das nützlich sein. So ist eine Rollstuhlrampe auch für Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Rollator von Vorteil. Von einer optimalen Beleuchtung der Büroräume oder breiteren Gängen zwischen den Schreibtischen profitieren am Ende alle Mitarbeitenden.
6. Eine Behinderung hat viele Gesichter.
Nicht jede Behinderung ist auf den ersten Blick ersichtlich. Diabetes, Autismus oder eine Rückenerkrankung schränken den Betroffenen natürlich ein, haben für Sie als Arbeitgeber*in aber kaum andere Anforderungen an Arbeitsplatz und Aufgabenfeld als für andere Mitarbeitende.
Bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung können Unternehmen umfassende Unterstützungsangebote nutzen. Oft ist es jedoch mühsam, sich einen Überblick über alle möglichen Förder- und Unterstützungsinstrumente zu verschaffen.
Genau hier unterstützen wir Sie mit fachlicher Kompetenz und langjähriger Erfahrung, kostenfrei und individuell zu allen Fragen rund um die Themen berufliche Teilhabe, Recruiting und Inklusion.
Denn unser Ziel ist die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Sie sind interessiert und möchten gerne weitere Informationen zum Thema? Dann melden Sie sich bei uns unter inklusion-geht-gemeinsam.de/kontakt/, per Mail an inklusion@cowerk.de oder telefonisch unter 0371 3344 160.
Offizielle Anlaufstelle für Unternehmen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder ausbilden möchten.
Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber in Chemnitz (EAA)
Die EAA unterstützt Unternehmen bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung – offiziell und kostenfrei im Auftrag des Integrationsamtes Sachsen.
Was macht die EAA konkret?
- Sie steht euch als Lotsin zur Seite bei Fragen zur Ausbildung, Einstellung, Berufsbegleitung und Beschäftigungssicherung von schwerbehinderten Menschen
- Sie unterstützt bei der Antragstellung bei den zuständigen Leistungsträgern
- Sie geht aktiv auf Unternehmen zu, um für Inklusion zu sensibilisieren
Warum sich das lohnt? Keine Frage!
- Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeitende
- Neue Perspektiven, die das Unternehmen voranbringen
- Förderungsmöglichkeiten
Und die EAA bietet regelmäßig HR-Veranstaltungen an.
- Über die EAA informieren
Inklusion für Bewerbende!
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben. Dies schließt auch den Bewerbungsprozess ein.
Dennoch sind sich viele Jobsuchende unsicher, wie sie gegenüber potenziellen Arbeitgebenden mit ihrer Behinderung umgehen sollen.
- Legen Sie den Fokus auf Ihre Fähigkeiten, Qualifikationen und Berufserfahrung.
- Es wird immer ein Unternehmen geben, dass genau das benötigt, was Sie mitbringen.
- Benennen Sie Ihre Stärken und Kenntnisse:
- In alltäglichen Dingen zeigen sich Ihre Kompetenzen.
Gern unterstützen wir Sie dabei, Ihre Kompetenzen zu formulieren und Ihr individuelles Profil mit Ihren beruflichen Plänen zu verknüpfen. Schauen Sie doch einfach schon mal bei uns vorbei: www.inklusion-geht-gemeinsam.de/
Weitere Ideen zum Thema Bewerbung bietet Ihnen unsere kostenfreie, individuelle und persönliche Beratung mit Karrieretipps & Bewerbercoaching.
Fazit: Gemeinsam Barrieren im Berufsleben abbauen
Inklusion und berufliche Teilhabe bringt uns alle weiter. Wir beraten dabei sowohl Arbeitgebende als auch Bewerbende kostenlos.
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
Wir freuen uns auf Sie!