Willkommen in Chemnitz – eine herzliche Einladung

Wir haben da dieses europäische Herzklopfen. Ihr auch?

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Alle interessierten an Chemnitz - aus nah und fern

Wir haben da dieses europäische Herzklopfen. Können Sie es hören? Als Stadt mit industriellem Puls war Chemnitz Kulturhauptstadt Europas 2025. Wir zeigen Ihnen gern, was uns ausmacht, was uns stark macht und wobei wir immer wieder schwach werden könnten.

Seien Sie bereit, von einer starken Stadt mit ungeahnten Schätzen und feinen Menschen überrascht zu werden – typisch, leicht trotzig und dennoch stets temperamentvoll und mutig.

Chemnitz – von einer Industriemetropole zur europäischen Kulturhauptstadt

Einst reichste Stadt Deutschlands, dann Jahrzehntelang nicht wirklich in Erscheinung getreten und vielen nur als „ehemals Karl-Marx-Stadt“ im Kopf – machte sich Chemnitz auf den Weg, im Jahr 2025 Deutschland als „Europäische Kulturhauptstadt“ zu vertreten. Wie es so weit kommen konnte und womit Chemnitz das verdient hat? Die Antworten lauten: Erfindergeist, Mut und harte Arbeit.

Als Chemnitz im August 2018 zum Sinnbild für rechtsextreme Ausschreitungen wurde, fühlte es sich so an, als wäre der Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 über Nacht doppelt so lang geworden. Doch Aufgeben war keine Option. Wir haben gelernt, dass Haltung wichtig ist. Und dass es ohne die Menschen vor Ort nicht geht. Und nicht ohne die, die Lust haben auf eine Zukunft in dieser großartigen Stadt. Im Schatten von Leipzig und Dresden entstand in Chemnitz im Verlauf der Jahre eine ganz eigene Kultur. Eine Kultur, geprägt vom Machertum. Vom Underdog-Image also zurück oder vielleicht auch erstmals wirklich auf die europäische Landkarte. Das war das Ziel und es ist uns gelungen.

2025 - Chemnitz Europäische Kulturhauptstadt

Wir sind überzeugt davon, dass die kulturelle Zukunft eine ist, die vom Austausch und von der Leidenschaft jedes Einzelnen lebt. Wir wollen die Menschen in den Fokus stellen, die sonst nie eine Bühne bekommen, aber etwas zu sagen haben. Die Macher von heute sind die Gestalter von morgen.

Und 2020, als wir den Titel geholt haben und die Jury diese Stadt mit dem großen Kopf und noch mehr Plattenbauten zur Kulturhauptstadt Europas gekürt hatte, fingen wir erst richtig an. Wir wollten uns in Details verlieren, digital denken und endlich das tun, was lange überfällig war: Chemnitz sichtbar machen!

Dabei haben wir uns nicht auf rechtsextreme Ausschreitungen reduzieren lassen – sie aber ebenso wenig ignoriert. Und die Fragen, die wir stellten und auf dem Weg zur Kulturhauptstadt beantworten wollten und auch weiterhin wollen, sind die ganz großen: Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?

Willkommen in Chemnitz – in der Hauptstadt der Macherinnen und Macher

Im Kulturhauptstadtjahr 2025 wurden Projekte gemäß dem Motto „C the unseen“ unentdeckte Orte erlebbar und das Unsichtbare sichtbar gemacht. Die europäischen Macherinnen und Macher standen im Fokus und spannen ausgehend von der Geschichte den Faden in die Zukunft. Beispielsweise in Garagen. Längst zu klein geworden für die Karossen der Neuzeit, sind sie mittlerweile Werkstätten, Lagerräume oder Refugien ganz privater Geschichten. Das Projekt #3000Garagen präsentierte die rund 30.000 Chemnitzer Garagen, die größtenteils zu DDR-Zeiten kollektiv und in Eigenleistung gebaut wurden, als lebendige Archive, Kreativräume und Orte der Begegnung. Viele weitere Orte wurden für neue Netzwerke und kulturelle Events geschaffen.

Doch bis zum Jahr 2025 musste eigentlich niemand warten, um das bis dahin Unentdeckte in Chemnitz und der Region zu erkunden. Kunst- und Kulturinteressierte kamen schon immer auf ihre Kosten: mit legendären Ausstellungen in den Kunstsammlungen Chemnitz oder im kulturellen Herzen der Stadt, den fünf Sparten der Theater Chemnitz.

Neben den großen Kulturinstitutionen hat sich in Chemnitz eine spannende Subkultur entwickelt. Mit zahlreichen Festivals, Club- und Open Air-Konzerten, Kleinkunstperformances, Märkten, Galerien und Off-Theatern sorgt eine Vielzahl an Machern aus der Kultur- und Kreativszene für bunte Farbtupfer im grünen Stadtbild.

Und ein Abstecher in die Chemnitzer Kulturregion ist ebenfalls ein Muss. Mit dem Chemnitzer Modell kommen Abenteuerfreudige ganz bequem zu beeindruckenden Kathedralen (zum Beispiel in Annaberg-Buchholz) oder geschichtsträchtigen Orten (etwa in Limbach-Oberfrohna). Radsportbegeisterte können auf dem Chemnitztalradweg die Umgebung erkunden. Und egal, wohin es einen verschlägt, es lohnt sich immer, den Menschen zu begegnen, die durch ihre „Machermentalität“ – welche es hier schon von jeher gibt – ihre Stadt und Region gestalten.

Chemnitz ist eine „Stadt der Macher“: Ihre Bürgerinnen und Bürger zeichnen sich seit jeher durch unternehmerischen Mut, Erfindungsreichtum und Gründergeist aus.

Wie wir das machen?

Nun, vor allem machen wir erst einmal. Dass wir den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 erringen konnten, hat uns unglaublich stolz gemacht und wir sind Europa und unseren Gästen mit über 2.000 Veranstaltungen und 260 Projekten begegnet, die mehr als 2 Millionen Besuchende anlockten. Wir glauben daran, dass dieses Jahrzehnt unsere „goldenen Zwanziger“ werden und daran, dass dieser Titel unser bislang wichtigster ist.

Das liegt vielleicht auch daran, dass wir hier in hunderten Vereinen viel Sport treiben, jeder von uns ganz viel Grün zur Erholung und für Freizeitaktivitäten nutzen kann, oder dass die Sonne doch ein paar Stunden länger scheint als anderswo.

Sind Sie jetzt vielleicht schon ganz hibbelig darauf, nach Chemnitz zu ziehen? Dann ist es ja gut, dass man zum Beispiel für den Umzug einen Antrag für eine Halteverbotszone online beantragen kann. Ganz einfach. Herziehen!

Am Schloßteich zum KOSMOS 2025. | Foto: Johannes Richter - radar studios

Findet es heraus, denn vor allem gilt:

Wer einmal hier war, der wird unsere Heimat mit anderen Augen sehen, und die Vorurteile verwandeln sich erst in Staunen und dann in Sympathie. C the Unseen!

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