30. Juli 2026
Team CHEMNITZ ZIEHT AN
Arbeitsmarkt, Chemnitz, Region

Oft nicht als Fachkraft beschäftigt

Geflüchtet. Qualifiziert. Neue IAB-Studie offenbart, dass viele Geflüchtete in Deutschland unter ihrer eigentlichen Qualifikation arbeiten.

Obwohl Geflüchtete häufig gut ausgebildet sind, arbeiten sie überdurchschnittlich oft in Tätigkeiten mit niedrigen Vorkenntnissen. Das zeigt eine aktuelle IAB-Publikation der @bundesagenturfuerarbeit.

Während oft über Fachkräftesicherung gesprochen wird, übersieht häufig ein Potenzial, das bereits vorhanden ist: Viele geflüchtete Menschen bringen wertvolle Berufserfahrung, Qualifikationen und Motivation mit – können diese im Arbeitsalltag aber oft nicht entsprechend einsetzen.

Dabei gibt es bereits wirksame Lösungen: Berufssprachkurse (BSK), gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – BAMF unterstützen bspw. den Einstieg in qualifizierte Beschäftigung und helfen Unternehmen, vorhandene Qualifikationen besser zu identifizieren und zu fördern. Sprachschulen wie @inlingua.chemnitz bieten diese heute schon an.

Daher: Einfach nutzen. Wer genauer hinschaut und vorhandene Fördermöglichkeiten nutzt, gewinnt oft mehr als nur neue Mitarbeitende.

Unterschiedliche Menschen - ähnliche Jobs

Syrische und ukrainische Geflüchtete bringen unterschiedliche Lebenswege, Qualifikationen und Erfahrungen mit.

Trotzdem arbeiten beide Gruppen häufig in denselben Branchen mit niedrigen Zugangshürden.

Warum?

Vor allem Sprachbarrieren und fehlende Anerkennung von Abschlüssen erschweren den Einstieg in qualifizierte Tätigkeiten.

Potenziale bleiben liegen

Häufig hier in Jobs:

  • Gastronomie
  • Zeitarbeit
  • Sicherheitsdienst
  • Garten- und Landschaftsbau

 

Seltener in diesen Jobs:

  • Gesundheit & Pflege
  • Soziales
  • Bildung
  • Verwaltung

 

Dabei werden hier dringend Fachkräfte gesucht.

Nicht das Können ist das Problem.

Häufig bremsen:

  • fehlende berufsbezogene Sprachkenntnisse
  • nicht anerkannte Abschlüsse
  • hohe formale Anforderungen

 

So bleiben Fachkräftepotenziale ungenutzt.

Gute Nachricht für Arbeitgeber

Berufssprachkurse (BSK) werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

Sie bereiten Menschen gezielt auf Ausbildung, Beruf und den Arbeitsplatz vor – bis zu den Sprachniveaus B2 und C1. Auch arbeitsplatzbezogene Formate wie Job-BSK sind möglich.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • geringe eigene Kosten
  • praxisnahe Sprachförderung
  • schnellere Integration ins Team
  • bessere Nutzung vorhandener Qualifikationen

Teil der Lösung

In Chemnitz unterstützen Partner wie inlingua  Betriebe und Teilnehmende dabei und bieten auch arbeitsplatzbezogene Formate wie Job-BSK an.

Fachkräftepotenziale Einsetzen statt verschenken.

Berufliche Integration bedeutet nicht nur Arbeit zu finden – sondern die passende Arbeit zu finden.

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